02. September 2016

Himmelskolosse über dem Sauerland

Die Warsteiner Internationale Montgolfiade (WIM) begeistert bei ihrer 26. Auflage Anfang September tausende Besucher von nah und fern. Jeden September verwandeln mehr als 200 Heißluftballone den Himmel über dem Sauerland in ein buntes Farbenmeer. Bei der Warsteiner Internationalen Montgolfiade, dem grüßten ja?hrlichen Ballonfestival Europas, werden auch in diesem Jahr vom 2. bis 10. September wieder rund 200.000 Besucher und natürlich Ballonpiloten und ihre Teams von den Himmelsstürmern in den Bann gezogen.

„Den 1.000 Kilogramm schweren Heißluftballon zu bedienen, die 3.500 PS-starken Brenner betätigen und Freiheit, Ruhe und die Aussicht zu genießen – Ballonfahren ist mehr als nur eine Leidenschaft“

Hermann Löser

„Die meisten Ballonpiloten haben eindeutig ‚Ballonfahr-Fieber‘“, scherzt Hermann Löser, Ballonpilot und Cheforganisator der Warsteiner Internationalen Montgolfiade. Bei ihm und seinen Ballonpiloten-Freunden ist die Diagnose die gleiche. Angefangen hat es bei Löser ganz harmlos. Er stieg 1992 in einen Heißluftballon und unternahm eine Mitfahrt. Doch die hatte es in sich: Er infizierte sich mit dem Ballöner-Virus. „Den 1.000 Kilogramm schweren Heißluftballon zu bedienen, die 3.500 PS-starken Brenner betätigen und Freiheit, Ruhe und die Aussicht zu genießen – Ballonfahren ist mehr als nur eine Leidenschaft“, weiß er. Seine Therapie: zahlreiche Ballonfahrten im heimatlichen Sauerland sowie in ganz Europa und einmal im Jahr das größte europäische Ballonspektakel organisieren, die WIM. Das Gefühl, mit über 200 weiteren Ballonen in den Himmel zu steigen, will er gegen nichts in der Welt tauschen.

„Bei der WIM gehört aber nicht nur das Ballonfahren zu den Highlights“, bestätigt Uwe Wendt, der gemeinsam mit Löser die Geschäftsführung der Warsteiner International Montgolfiade GmbH innehat. „Alte Bekannte wieder zu treffen, ist für jeden Ballonfahrer ein wichtiger Bestandteil – genauso wie das bunte Rahmenprogramm mit Night-Glows und Kirmestrubel“, weiß er zu berichten.

Dass auch die diesjährige WIM alle Risiken und Nebenwirkungen des ganz besonderen Fiebers kurieren und alle Fans aufs Neue begeistern wird, davon ist Wendt überzeugt.

Farbenprächtige Stoffgiganten und fantasievolle Formen im Einklang
Die WIM sorgt an neun Veranstaltungstagen für faszinierende Augenblicke. Zweimal täglich werden die riesigen Hüllen mit heißer Luft gefüllt: Morgens um 6.30 Uhr und spätnachmittags gegen 17.30 Uhr geben beste Luftverhältnisse den Piloten in einem zirka zweistündigen Zeitfenster grünes Licht.

Es ist ein unbeschreibliches Bild, wenn knapp 200 bunte Heißluftballone nach und nach gen Himmel steigen und sich Ballonsonderformen wie der Angry Bird, eine riesenhafte Wespe, der Orient Express oder auch eine gigantische, lachende Sonnenblume fantasievoll in das farbenfrohe Spiel mischen. In diesem Jahr rüsten unter anderem eine luftige Mettwurst, drei Swatch Uhren und ein Pirat erstmals auf deutschem Boden auf. Alte Bekannte wie Orient Express, Matroschka, Kreml- Turm und Babybel-Käse werden nicht fehlen.

 

Ballonglu?hen, Wettbewerbe und Programm fu?r die ganze Familie

Die abendlichen Night-Glows (Ballonglühen) sind die Glanzpunkte der WIM für alle Besucher von nah und fern. Dabei werden in der Dämmerung alle am Boden stehenden Ballonhüllen zum Glühen gebracht. Zur Musik bewegen sie sich leicht im Abendwind und ziehen damit jeden in ihren Bann. „Nicht nur für die zahlreichen Zuschauer, auch für die Piloten ist so ein Night-Glow ein absoluter Höhepunkt mit Gänsehautfeeling“, weiß Hermann Löser. Auch eine Besonderheit der WIM: die alljährlich stattfindenden Ballonwettkämpfe. Das „Albert Cramer Long Distance Rennen“ bietet Spannung pur.

Früh morgens steigen die Ballone auf, begeben sich über die gewöhnliche Höhe hinweg und liefern sich ein atemberaubendes Rennen am Sauerländer Himmel. Die Damen der Ballönerszene wollen dem nicht nachstehen. Die Pilotinnen zeigen auch dieses Jahr beim „Ladies Cup“ ihre Geschicke im Ballonkorb. Mit atemberaubenden Fallschirmsprüngen aus Ballonkörben und zielgenauem Landen auf dem farbigen Markerkreuz auf dem WIM-Gelände begeistern die Ballonsportler am ersten Wochenende die Besucher beim Paraballooning Wettbewerb. „Das ist Adrenalin pur für die Sportler“, weiß Pilot Löser „und ein aufregendes Spektakel für die Zuschauer.“

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